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Fissi beim Frühlings-Fango

Fissi beim Frühlings-Fango

„Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt, er stellt seine Felder und Wiesen instand…“

Getreu dem alten Kinderlied sind auch dieses Jahr die Bauern bereits wieder fleissig und fahren mit der ersten, besonders intensiv stinkenden Gülle über die Felder: sehr zur Freude unserer Hunde, die in ihren feinen Spürnasen offenbar ganz andere Geruchs-Vorlieben gespeichert haben als wir Zweibeiner.

Angesichts solcher Stink-Eskapaden kommt mir dann die hier abgebildete Tüpfelhyäne im Ngorongoro-Krater in den Sinn, die uns drastisch vor Augen führte, dass Tiere sich nicht nur in Gülle oder Jauche, sondern auch einfach im Schlamm, im „Matope“ oder wie auch immer wir den nassen Dreck nennen wollen, wohl fühlen. Zum einen ist er ein wunderbarer Schutz gegen allzu heisse Sonnenstrahlen, zum andern „übertüncht“ er andere Gerüche und zum dritten ist er gesund für die Gelenke und hilft wirksam, lästige Ektoparasiten fern zu halten. Wir Menschen lieben den Gesundheistschlamm ja auch und bezahlen hohe Preise für Gesundheitskuren in Abano oder Calzignano. Das nennen wir dann Fango-Bad, und gerade im Frühling sind solche entschlakenden Bade-Schlaken wieder sehr en vogue. Bei unserer Fissi (= Hyäne auf Suaheli) ist es nicht anders, wie figura zeigt.

Da sind unsere Hunde doch nicht gar so schlamm-schlachtig – denken wir daran, wenn sie das nächste Mal die Nase in den Wind halten, weil sie von weitem den Bauer mit dem Gülle-Wagen kommen riechen!

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